Warum Sie CO2 als Indikator für die Luftqualität heranziehen sollten

Aktualisiert: 28. Okt 2020

Auf dem Markt befinden sich viele günstige Messgeräte zur Überwachung der Innenraumluftqualität - wieso Sie sich trotzdem für ein Gerät mit CO2-Messprinzip entscheiden sollten, lesen Sie hier.


Ein Stoßlüften in den Pausen zwischen Unterrichtseinheiten, Vorlesungen oder Meetings reicht in vielen Fällen nicht für die Einhaltung der Lufthygiene aus. Doch unterschiedlichste Raum- und Gruppengrößen sowie die vorhandene Zahl öffenbarer Fenster und Türen machen verlässliche Richtwerte für Lüftungszyklen nur schwer prognostizierbar. Um Fenster und Türen nicht über den gesamten Tag offen stehen lassen zu müssen, ist die am besten geeignete Maßnahme die Überwachung der Innenraumluftqualität und ein bedarfsorientiertes Lüften.


Zur Überwachung der Innenraumluftqualität dient CO2 als passender Indikator. Da der CO2-Gehalt in der Raumluft direkt von der ausgeatmeten Luft beeinflusst wird, lässt sich auch ein Anstieg des Aerosolgehalts davon ableiten.

Theoretisch wäre es möglich, die Aerosolkonzentration in der Luft direkt zu messen, stationäre oder personengetragene Messgeräte für diesen Zweck sind jedoch um ein Vielfaches teurer und erfordern zumeist die Bedienung durch Fachpersonal.

Kopfschmerzen dank schlechter Luft
Kopfschmerzen dank schlechter Luft vermeiden, vor Infektionen schützen

Viele Geräte, die im unteren Preissegment trotz attraktiven Designs und guter Ausstattung angeboten werden, messen stattdessen entweder die Temperatur und relative Feuchte in der Umgebungsluft oder aber sogenannte VOCs, flüchtige organische Verbindungen.

Beide Messprinzipien sind in gewissem Maße durchaus geeignet, die Luftqualität zu beurteilen, aber Achtung: Rückschlüsse auf die atembedingte Aerosolkonzentration und somit auch auf eine potentielle Gefährdung durch virale Erreger lassen diese nicht zu.


Mehr noch - günstige Messgeräte, die VOCs messen, sind extrem empfindlich gegenüber der Beeinflussung durch geruchsintensive Materialien bzw. Stoffe. So sind beispielsweise Deodorants, Parfums, Farben und Lacke sowie Weichmacher geeignet, das Messergebnis stark in die Höhe zu treiben und somit zu verfälschen.

Werte von mehreren tausend ppm Kohlenstoffdioxid in der Raumluft würden einen sofortigen Lüftungsbedarf und möglicherweise sogar die Evakuierung des Raumes bedeuten, könnten in diesem Fall aber auch schlicht das Ergebnis der Anwesenheit von Personen mit stark aufgetragenem Parfum sein.


CO2-Sensoren sowie anzeigende Messgeräte sind daher wesentlich besser geeignet, um in Schulen, Universitäten, Büros und anderen Einrichtungen, in denen Gruppen von Menschen über längeren Zeitraum oder auch wechselnd zusammenkommen, eingesetzt zu werden.

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